So isses!

Es kommt die Zeit, da Dich die 16jährigen mit ihren Mopeds 3 mal umrundet haben, bevor Du die Eisdiele erreicht hast. Jetzt wird´s langsam Zeit über Deine zweirädrige Zukunft nachzudenken. Deine Goldwing, die Du inzwischen als Wohnmobil zugelassen hast, verstaubt in der Garage, weil Mutti nur noch das Fitnessstudio im Kopf hat und schon seit Jahren keinen Ausflug mehr mit Dir macht. Rückenschmerzen hast Du sowieso und da bleibt auch Dein computergesteuerter Japanrenner stehen. Die kunststoffdesignte, italienische Rasselkiste steht seit dem Motorschaden -nach den ersten 500 km- in der Ecke und der Händler, der Dich damals abzockte, ist mit Deiner Kohle längst über alle Berge.

Da Dir das Leben so übel mitgespielt hat, wirst Du jetzt schlau. Alt wird ein „Biker“ ja nicht und irgendwie muss Du den um Teufel komm raus auch zur Schau tragen. Da gibt´s nur eine Konsequenz: Harleyfahren

Zu der sich am Wochenende verkleidenden, nadelbestreiften Fraktion willst Du auf keinen Fall gehören. Nach dem Gang zum Harleyhändler bemerkst Du, dass der es vordergründig auch nur auf Deine Knete abgesehen, mehr Ahnung von Waschmaschinen hat und selber heimlich BMW fährt.

Irgendwann findest Du sie dann, genau die muss es sein! Du siehst Dich schon auf ihr von der Ost- zur Westküste ballern. Was soll sie kosten? Scheiß egal, Lebensversicherung gekündigt - die oder keine! Eine alte Harley........

Was heißt hier Metallschrot aus Milwaukee? Ihr habt doch keine Ahnung!

Harleyfahren ist Konsequenz!


Liebe Kinder,

alles, was Ihr hier sehen und lesen könnt, ist nur für reine Rennzwecke bestimmt, so wie das Papa und Opa auch mit ihren Golfs, Käfern und Rasenmäher tun. Also: BITTE NICHT NACHMACHEN!

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Sonntag, 27. November 2011

Der Winter kann kommen


Es ist soweit. Radlager sind ausgeschlagen, Reifen abgefahren, Tank hat zwei Löcher und beim Schalten verblassen selbst die besten Chinaknaller. Das Ziel ist erreicht,  ich habe es geschafft. Der Winter kann kommen!

Nachdem ich die Kiste ´mal gerade hingestellt habe, mal so über die kommenden „Verbesserungen“ nachdenke, fällt mir auf, es sieht alles irgendwie schief aus. Na ja, vielleicht hab ich auch nur ein Bier zu viel getrunken.

Ab nächsten Tag, im absolut nüchternen Zustand,  bin ich ganz froh, dass ich auch mit ein paar Promille noch einen recht guten Orientierungssinn habe. Blöd ist halt nur die Feststellung, dass Vorder- und Hinterrad sich entschlossen haben unterschiedliche Wege zu gehen. Na gut, dann aktiviere ich mal alles was rumliegt und Laserstrahlen von sich gibt und ziele auf das Mopped. Ergebnis: Schwinge verzogen um ca. 1,5 cm. Sch.....

Da ich meine Rahmenrichtbank gerade verborgt habe, muss ich mir halt was einfallen lassen  und somit tun es auch eine stabile Werkbank, ein paar große Schraubzwingen und ein Wagenheber.  Siehe da, geht doch und das Vermessungsprotokoll schreib ich auch gleich per Hand.



Der Reifen des Hinterrades muss erneuert werden. 15“ x 170 gefällt mir eigentlich nicht, also wechsle ich gleich Felge und Speichen mit. Gebrauchte 16“- Felge war auch leicht zu bekommen, nur hat sich wieder mal bewahrheitet, dass es Ansichtssache ist, was man als „guter Zustand“ bezeichnet. Was soll´s, Schleifen, Grundieren und mattschwarz drübergejaucht und schon sieht sie aus wie neu.



Ich steh ja so auf Speichennippel aus Messing! Das sind zwar die meisten, aber leider sind die alle verchromt, vernickelt oder versonstwast. Dazu muss man wissen, dass die Dinger fast ausschließlich aus China kommen. Wie aber soll ich den Chinesen erklären, dass ich die Nippel „roh“ will.  Nun, die Radspeicherrei meines Vertrauens spricht offenbar besser chinesisch als ich und konnte helfen. Somit könnte ich den Chinesischkurs an der VHS wieder abbrechen.

Rad hab ich jetzt eingespeicht, neuer Reifen ist auch drauf.

Aus dem vorgesehenen  Reifenwechsel wurde also:

-       Schwinge raus

-       Schwinge richten

-       Schwinge rein

-       Rad ausspeichen

-       Felge besorgen und aufarbeiten

-       Rad einspeichen

-       Reifen kaufen und montieren



Völlig normal und alles nicht schlimm. Nur der Bierverbrauch war höher als geplant.


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